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3 Min. Lesezeit

Was Personal Branding wirklich ist

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Personal Branding ist in aller Munde und klingt oft nach Marketing. In Wahrheit ist es jedoch viel persönlicher.

In Wahrheit ist es viel persönlicher als das.

Es ist die Frage: Wofür stehst du, wenn niemand zusieht? Was macht dich auf ehrliche Art aus – nicht die Version die du zeigst wenn du dich beobachtet fühlst, sondern die, die einfach da ist. Die in dir steckt, lange bevor du anfängst darüber nachzudenken wie du wirken willst.

Die eigentlich schwierigere Frage und auch die, die mich in meiner Arbeit als Personal Brand Fotografin beschäftigt lautet: Wie schaffst du es, genau diese Seiten auch für andere sichtbar zu machen? Ohne dass du dich dabei verbiegen musst oder eine Rollen spielen. Denn oft erkennen wir uns selbst nicht mehr wenn wir einen Version von uns inszenieren, die nach Außen hin schön und interessant ist, mit uns selbst jedoch nicht sehr viel gemeinsam hat.

Ich glaube, dass die meisten Menschen diese Frage schon kennen. Sie spüren wenn ihr Außenauftritt nicht (mehr) zu ihnen passt. Wenn die Fotos zwar gut sind aber sich irgendwie falsch anfühlen. Wenn sie posten und dabei das ungute Gefühl haben, dass das nicht wirklich sie selbst sind.

Ein gutes Bild beantwortet die Frage nach deiner Persönlichkeit im Bruchteil einer Sekunde. Noch bevor der erste Text gelesen ist oder du ein Wort gesagt hast. Es transportiert eine Energie, eine Haltung, ein Gefühl und entscheidet in Millisekunden darüber, ob jemand denkt: Die kenne ich. Mit der möchte ich arbeiten oder: next one please.

Das klingt vielleicht banal. Ist es aber nicht. Denn dieses Gefühl, das ein Bild in jemandem auslöst, lässt sich nicht faken. Mit einem guten Gespür sieht man es meist sofort wenn jemand nur posiert. Man spürt, wenn jemand nicht wirklich da ist auf dem Foto und genauso deutlich fühlt man auch das Gegenteil: wenn jemand authentisch und wahrhaftig in die Kamera lächelt.

Deshalb fange ich nie mit dem Shooting selbst an. Ich beginne mit einem Gespräch – über dich, das was dich antreibt, was dich nachts beschäftigt, wofür deine Kund:innen dir dankbar sind, über die Facetten die du gerne zeigen willst und manchmal auch über die, von denen du nicht wusstest, dass sie ebenso sichtbar sein dürfen.

Erst wenn ich verstehe wer du bist, weiß ich wie ich dich am besten fotografiere. Welche Location die richtige für dich ist, welches Licht, welche Posen. Ich habe keine Blaupause dafür, keine Formel aber ich habe eine gutes Gespür dafür, wie stimmige Bilder entstehen: im Raum hinter deinen expliziten Vorstellungen von "so muss das sein".